Segnen und Salben
Tipps für "geschenkte Gottesmomente"
„Segnen und gesegnet werden – geschenkte Gottesmomente“ nannte Pfarrerin Inge Cahn von Seelen ihren Workshop beim Impuls- und Begegnungstag „Spirituelle Kirche 2030“ im Geistlichen Zentrum Nieder-Weisel. Spürbar wurde, dass Segen keine abstrakte Formel ist, sondern lebendige Berührung – mitten im Alltag, mitten im Leben.
Im Segen wendet sich Gott uns Menschen zu. Gerade in Zeiten des Übergangs ist der Wunsch nach solchem Zuspruch groß. Durch Impulse und kleine Übungen durften die Teilnehmenden entdecken, wie Segen erfahrbar ist, empfangen und weitergeben.
Ein einfacher Anfang: die Hände öffnen, ob seitlich gehalten oder zu einer Schale geformt vor der Körpermitte. Dies sagt oft mehr als viele Worte: Ich bin bereit, zu empfangen. Der Segen bewahrt nicht vor Leid – aber er trägt im Leid. Er ist Zusage ohne Bedingung, ohne Leistung, ohne Perfektion. Segen kommt von Gott und sollte ungehindert durch die Segnenden hindurchfließen. Wer segnet, darf ausprobieren: Wie fühlt es sich an, die Finger zu spreizen, als ließe man Licht hindurchscheinen?
Beim persönlichen Segen gilt: Nähe mit Achtsamkeit. Den Vornamen der Person sollte man erfragen und nennen, doch die Hände nicht unbedingt direkt auflegen, sondern sanft über Kopf oder Schultern halten. Oft ist weniger mehr: besser nur ein Satz, betonte die Referentin, statt „Segens-Geschwätz“.
Manchmal werden Menschen beim Segen tief bewegt. Dies sollte man einfühlsam begleiten, auch bei der Salbung. Passend zur Fülle des Lebens sollte das Öl dabei in große Gefäße gefüllt werden, besser reichlich als zu sparsam. Auf die Stirn oder in die Handfläche gegeben, darf dieses Zeichen bleiben. Es soll nicht gleich wieder fortgewischt werden, sondern quasi auch unter die Haut gehen.
Bericht von Nicole Weisheit-Zenz zum Workshop
zum 2. Impuls- und Begegnungstag
„Spirituelle Kirche 2030“ am 2. Oktober 2025
im Geistlichen Zentrum Nieder-Weisel